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Schlüssel zum Herzen

 

Geschlossen! Steht an Deinem Herzen;

Du hast die Tür fest zugemacht vor Jahren.

Bitt’re Erfahrung, Schuld und Trennungsschmerzen –

hast nie verwunden, was Dir widerfahren.

                                 

Gefängniswärter Deines Seelenkerkers

bist Du allein – den Schlüssel hast nur Du.

Mimst auf der Lebensbühne Kraft und Stärke,

doch hinterm Vorhang, da schaut keiner zu.

 

Du hast Dich fast daran gewöhnt, an dieses Leben.

Zu hoch die Seelenmauern, unbezwungen,

die grau und stählernd fest Dein Herz umgeben –

Wärme und Licht sind dort nie durchgedrungen.

 

Selbst unter Menschen fühlst Du Dich allein,

sehnst Dich nach Nähe und erlaubst sie nicht.

Nur Gott darf manchmal milder Tröster sein

und Engel wärmen Dich mit Himmelslicht.

 

Öffne Dein Herz und schließe inn’ren Frieden,

die Zeit heilt alle Deine Lebenswunden;

lass’ das Gefühl von Liebe wieder siegen,

genieße still die wahren Götterstunden.